Der im Jahr 2002 von Setona Mizushiro geschaffene Manga Tag X befasst sich mit den Problemen von vier Charakteren, die alle ein gemeines Interesse teilen: sie wollen die Schule in die Luft jagen. Die Reihe umfasst 2 Bände (es gibt auch eine Komplettfassung) und wurde von Tokyopop in Deutschland veröffentlicht. Tokypop ordnet die Reihe unter 15+ Mystery ein. Der Manga folgt drei Schülern und einem Lehrer bei ihrem Schulalltag und legt die Probleme jedes einzelnen dar.
Zu Beginn folgt man der Schülerin Rika (welche sich von den dreien am ehesten als der Hauptcharakter identifizieren lässt), welche durch eine Verletzung keinen Sport mehr betreiben kann und zusätzlich noch von ihrem Freund verlassen wurde. Sie versucht sich von ihren Problemen abzulenken und begibt sich in den Computerraum der Schule, wo sie in dem Schulinternen Chat mit anderen Leuten der Schule chattet. Schnell stellt sich heraus, dass sie und drei Andere einen enormen Hass auf die Schule haben und diese am liebsten auslöschen würden. So kommt es, dass diese Vier sich privat treffen und anfreunden und sich bei ihren Problemen versuchen zu helfen und zu unterstützen, während sie nebenbei planen die Schule in die Luft zu jagen. Auch Liebe kommt dabei nicht zu kurz.
Ich persönlich finde diese kurze Reihe sehr angenehm zu lesen, da man sich gut in die Charaktere hineinversetzen kann, da sie sowohl glaubwürdig beschrieben sind, als auch durchaus bekannte Probleme aus dem eigenen Leben mit sich tragen.
Der Zeichenstil wirkte am Anfang etwas leer und kalt auf mich, mit der Zeit hatte ich mich aber daran gewöhnt und fand ihn gerade für die Thematik sehr passend. Der einzige Schwachpunkt liegt allerdings meines Erachtens im Ende (mehr dazu in der Spoilersektion), ansonsten ist es aber ein sehr durchschnittlicher Manga, den man locker zwischendurch lesen kann.
-Spoiler-
Der Manga läuft darauf hinaus, dass die Protagonisten die Schule zu dem Ende der Mangareihe hin nicht zerstören. Es ist unklar, ob sie es noch vorhaben oder ob sie einfach den Rest ihrer Schulzeit versuchen sich gegenseitig zu helfen, nicht an ihren Problemen zu Grunde zu gehen.
Dieses Ende lässt einen mit einem sehr unbefriedigenden Gefühl zurück, da weder die Probleme gelöst wurden, noch die Schule zerstört wurde. Es fühlt sich so an, als hätten sie die ganze Zeit über nichts erreicht, außer sich miteinander anzufreunden, was durchaus Schade ist, eine Pointe am Ende wäre doch sehr wünschenswert gewesen.
-Spoiler Ende-


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